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Kostenrechnung in der Lean Produktion

Produktinformationen "Kostenrechnung in der Lean Produktion"

Verschwendung messbar machen und die Lean Philosophie mit geeigneter Kostenrechnung unterstützen, aber wie?

Lean Production und klassisches Controlling sprechen in der Praxis seit Jahrzehnten verschiedene Sprachen. Was die einen optimieren, können die anderen nicht monetär in ihrem Zahlenwerk wiederfinden. Passt sich das Controlling in der Lean Transformation nicht den Veränderungen des neuen schlanken Produktionssystems an, entstehen Konflikte, die bis zum Erliegen der Optimierungen führen.
Das Buch zeigt einen Ausweg: Es gibt Ihnen einen Leitfaden inkl. zweier Praxisbeispiele an die Hand, um ein neues Kostenrechnungssystem für Lean Unternehmen zu entwickeln. Kernziel der Methodik ist es, Wertschöpfung und Verschwendung monetär zu messen und Entscheidungen konform zur Lean Philosophie zu kalkulieren.

Das Buch vermittelt
- warum klassische Kostenrechnungssysteme Verschwendung fördern anstatt diese zu verhindern
- ein derzeit einmaliges durchgängiges Kostenrechnungssystem für Lean Unternehmen
- Handlungsempfehlungen zur Identifikation und Monetarisierung von Wertschöpfung und Verschwendung.

Lassen Sie das Controlling zum Wertschöpfungsoptimierer auf dem Weg zu operativer Exzellenz werden!

Durchschnittliche Bewertung von 5 von 5 Sternen

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Laszlo am 08.06.2026

Außerordentlich nützliches und aktuelles Buch

Die "Kostenrechnung in der Lean Produktion" ist eine außerordentlich nützliche und aktuelle fachliche Arbeit, die die häufig nur schwer zu überbrückende Kluft zwischen Lean-Produktion und betrieblicher Kostenrechnung untersucht. Einer der größten Werte des Buches besteht darin, dass es das Verhältnis zwischen Lean Production, Ganzheitlichen Produktionssystemen und klassischer Kostenrechnung nicht nur auf theoretischer Ebene behandelt, sondern auch sehr klar aufzeigt, warum traditionelle Controlling-Instrumente moderne, fluss- und wertschöpfungsorientierte Produktionssysteme nicht immer angemessen unterstützen können. Die Autoren gehen von dem praktischen Problem aus, dass die Ergebnisse von Lean-Projekten in vielen Fällen in den betrieblichen Rechnungswesen- und Kostenrechnungssystemen nicht angemessen sichtbar werden. Dadurch folgen Führungsentscheidungen häufig nicht der tatsächlichen Wertschöpfung, sondern einer alten Messlogik.
Besonders überzeugend ist das Werk in der Art und Weise, wie es die Grenzen der klassischen Kostenrechnung darstellt. Die Autoren verdeutlichen anschaulich, dass die traditionelle Kostenstellen- und Kostenträgersicht häufig große Serien, eine hohe Maschinenauslastung und den Aufbau von Beständen belohnt, während die Lean-Philosophie gerade kurze Durchlaufzeiten, einen kontinuierlichen Fluss, geringe Bestände und die Reduzierung von Verschwendung als zentrale Ziele betrachtet. Diese Gegenüberstellung ist keine Kritik um ihrer selbst willen, sondern Teil einer fundiert aufgebauten fachlichen Argumentation: Das Buch zeigt deutlich, dass sich mit der Veränderung des Produktionssystems auch das dazugehörige finanzielle Mess- und Entscheidungsunterstützungssystem verändern muss.
Besonders wertvoll ist die praxisorientierte Perspektive des Buches. Die Autoren bleiben nicht bei der Problemstellung stehen, sondern stellen ein System der Kostenrechnung und Kostenanalyse vor, das zur Logik der Lean-Produktion passt. Die Einbeziehung der Aspekte Wertschöpfung, Verschwendung, Kapazität, Kapitalfluss und Wertstrom führt zu einem modernen und zukunftsweisenden Ansatz. Eine Stärke des Buches besteht darin, dass es Kosten nicht als isolierte rechnungswesenbezogene Kategorien behandelt, sondern sie im Zusammenhang mit Produktionsprozessen, unternehmerischen Entscheidungen und operativer Exzellenz interpretiert. Diese Denkweise ist besonders wichtig für Unternehmen, die nicht nur Lean-Instrumente einführen, sondern eine echte, nachhaltige Lean-Kultur aufbauen möchten.
Die Struktur ist logisch und gut nachvollziehbar. Die einleitenden Teile klären den Hintergrund des Problems, anschließend schreitet das Buch Schritt für Schritt von den begrifflichen Grundlagen über die Schwächen klassischer Systeme bis hin zu neuen methodischen Vorschlägen voran. Auch anhand des Inhaltsverzeichnisses ist erkennbar, dass das Werk bewusst aufgebaut ist: Zunächst schafft es die theoretische Grundlage, danach zeigt es den Entwicklungsbedarf auf, und schließlich macht es die Lösung mithilfe konkreter Handlungsempfehlungen und praktischer Anwendungsbeispiele greifbar. Dieser Aufbau erhöht die Nutzbarkeit des Buches sowohl im Bildungsbereich als auch im Unternehmenskontext erheblich.
Als weiterer positiver Aspekt ist hervorzuheben, dass die Autoren über einen starken Praxisbezug verfügen. Die im Werk erkennbare Erfahrung ist nicht bloß akademischer Natur: Dahinter steht spürbar eine reale Kenntnis von Produktionssystemen, Lean-Transformationen, logistischen Prozessen und betrieblichen Controlling-Problemen. Dies verleiht der Argumentation Glaubwürdigkeit und hilft den Leserinnen und Lesern, die vorgestellten Methoden nicht als abstrakte Modelle, sondern als in der Unternehmenspraxis anwendbare Instrumente zu verstehen.
Insgesamt ist Kostenrechnung in der Lean Produktion ein äußerst wertvolles Fachbuch, weil es ein Thema behandelt, das für moderne Produktionsunternehmen von strategischer Bedeutung ist. Das größte Verdienst des Buches liegt darin, eine gemeinsame Sprache zwischen Lean-Fachleuten und den im Controlling tätigen Personen zu schaffen. Es zeigt, dass Verschwendungsreduzierung, Wertschöpfung und finanzielle Entscheidungsunterstützung keine voneinander unabhängigen Bereiche sind, sondern unterschiedliche Perspektiven auf dieselbe Unternehmensleistung darstellen. Das Werk ist daher nicht nur fachlich fundiert, sondern auch eine ausgesprochen inspirierende Lektüre für all jene, die Lean Production nicht lediglich als Methodensammlung, sondern als umfassende Perspektive der Unternehmensführung verstehen und anwenden möchten.

Mathias Michalicki

Mathias Michalicki Seit 08/2014 PuLL Beratung GmbH, Landshut Prozessplaner und Trainer für Lean Management im Bereich der Produktions-, Logistik- und Fabrikplanung Seit 09/2015 Hochschule Landshut Lehrbeauftragter im Modul „Logistik und Fabrikplanung“ im Bachelorstudiengang Wirtschaftsingenieurwesen Mitgliedschaften und Engagement: Seit 02/2009 Verband deutscher Wirtschaftsingenieure (VWI) Seit 02/2009 WingLA (Wirtschaftsingenieure Landshut)

Markus Schneider

Prof. Dr. Markus Schneider ist Professor für Logistik, Material- und Fertigungswirtschaft an der Hochschule Landshut, Inhaber der Forschungsprofessur für das „Nachhaltige Produktionssystem der Zukunft“, Mitglied im Promotionskolleg „Nachhaltige Produktion (NITRO)“ mit Promotionsrecht, Geschäftsführer der PuLL Beratung GmbH und akademischer Leiter der PuLL Akademie. Er war 16 Jahre lang wissenschaftlicher Leiter des Technologiezentrums PULS (Produktions- und Logistiksysteme) und Vorgängerinstitute.

Die Coverdateien dürfen Sie zur Bewerbung des Buches honorarfrei verwenden.