Auf dem Holzweg durchs Universum
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Alexander Unzicker

Auf dem Holzweg durchs Universum

Warum sich die Physik verlaufen hat


08/2012
304 Seiten. Fester Einband in Schuber (Pappband)

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Buch: € 19,90
Buch kaufen ISBN: 978-3-446-43214-7

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InhaltsverzeichnisVorwortLeseprobe

In der Physik herrschen scheinbar goldene Zeiten. Raumsonden erforschen den Kosmos, Teilchenbeschleuniger den Urknall. Doch keine Disziplin treibt so seltsame Blüten: Spekulationen über Paralleluniversen etwa oder die String-Theorie, die mit Wissenschaft nicht mehr viel zu tun haben. Gleichzeitig sind grundlegende Fragen der Physik wie die nach der Masse noch immer unbeantwortet. Doch statt Lösungsansätze von Einstein oder Dirac aufzugreifen, verwendet man lieber Milliarden auf die Suche nach neuen Teilchen und mutmaßt über verborgene Dimensionen. Alexander Unzicker liest der Physik die Leviten - und weist ihr den Weg aus dem Labyrinth, in dem sie sich verlaufen hat. Seine fundierte und packende Analyse beweist, dass die derzeitigen Theorien dem Kosmos mit seinen unendlichen Weiten nicht gerecht werden.

Dr. Alexander Unzicker ist studierter Physiker und Hirnforscher. Er hat vielbeachtete Fachpublikationen zur Gravitationsphysik und Kosmologie verfasst und ist Autor des Bestsellers "Vom Urknall zum Durchknall", der von Bild der Wissenschaft zum "Wissenschaftsbuch des Jahres 2010" gekürt wurde. Alexander Unzicker lebt in München.

Pressestimmen

"Auch für Nicht-Physiker höchst spannend". Wolfgang Stieler, Technology Review, September 2012

"Im Ton offener, in der Sache jedoch ebenso unnachgiebig zweiflerisch, glaubt er [Alexander Unzicker] die moderne Physik in weiten Teilen auf dem sprichwörtlichen Holzweg." Gerrit Stratmann, Deutschlandradio Kultur, 16.09.2012

"Man mag zu Unzickers Meinung und Vorschlägen stehen, wie man will. Ich zumindest aber empfand die Lektüre als erfrischend, da sie beleuchtet, was wir - noch - nicht wissen." Franziska Konitzer, Sterne und Weltraum, Januar 2013

Leserstimmen

von Helmut Söllinger (Wien)

Unzicker´s Kritik zur Standardphysik

Alexander Unzicker ist in seinem Buch „Auf dem Holzweg durchs Universum“ auf der systematischen Suche nach offenen Fragen und ungelösten Problem in der Physik. Er zeigt dabei ohne viel Umstände auf die Schwächen und Widersprüchlichkeiten der zuweilen undurchschaubaren und vor Komplexität strotzenden Konstrukte der Common-Sense-Physik. Sein oberstes Naturgesetz ist eindeutig die Einfachheit und Durchschaubarkeit.

Trickreich bietet er Theoretikern Wetten über die Beweisbarkeit ihrer „esoterischen Theorien“ an, um ihre Glaubwürdigkeit zu prüfen. Mit seinen Recherchen erschüttert er das Vertrauen in die Prestigeprojekte der modernen und populären Physik, wie CERN oder die Vermessung der kosmischen Hintergrundstrahlung.

Dutzende freie Parameter, wie sie das Standardmodell der Teilchenphysik oder das Standardmodell der Kosmologie verwenden, erklären nicht wirklich etwas, sondern – so seine Kritik - dienen nur als Stellschrauben um das Modell laufend neuen Erkenntnissen anzupassen und es hinzubiegen. Statt neue Ansätze zu suchen, basteln Theoretiker für jede Abweichung gleich den passenden Parameter, um Bestehendes vor dem Zusammenbruch zu retten.

Begünstigt werden solche Entwicklungen seiner Meinung nach durch Wissensmonopole und die Gruppendynamik im modernen Wissenschaftsbetrieb. Für Querdenker ist da wenig Platz, will doch keiner so ohne weiteres die Sicherheit der Forschungstöpfe verlieren.

Dabei sind ganz grundlegende Fragen der Physik, noch immer nicht gelöst. Was lässt das Wasser im rotierende Eimer am Rande hochsteigen - ist es die Relativbewegung zu den übrigen Massen im Universum? Was ist Masse und was ist Zeit? Welche Naturkonstanten sind wirklich fundamental? Haben wir die Naturkräfte und den Aufbau der Materie wirklich verstanden? Warum versagt die Maxwell-Theorie bei stark beschleunigten Ladungen.

Unzicker ist zweifellos ein Fan von Mach, Dirac und Dicke, deren Ansätze zu diesen fundamentalen Fragen seiner Meinung nach zu wenig beachtet wurden. Was er von der Stringtheorie hält ist klar: Mehr Esoterik als Wissenschaft, die mit konkreten Ergebnissen aufwarten kann. Hier findet er Unterstützung durch ähnliche Bemerkungen von physikalischen Größen wie Richard Feynman. Unzicker fragt sich, was wohl Einstein, Schrödinger, Heisenberg und andere alte Denker zu den (Schein)-Lösungen der modernen Physik bemerkt hätten.

Er versucht, obwohl er natürlich selbst nicht direkte Lösungen für die offenen Fragen der Physik bieten kann, Vorschläge für die Reparatur des sanierungsbedürftigen Physikgebäudes zu machen.

Insgesamt ist es ein packendes Werk, das beinahe ohne mathematische Formeln auskommt, also auch für physikinteressierte Laien verständlich sein sollte. Es hat eine Art kritisches Lexikon zu den offenen Fragen und Problem der Physik erstellt. Geschrieben ist es in einer direkten und unverblümten Art, die sich nur ein Physiker leisten kann, der nicht am Forschungst[r]opf hängt. Selbst wenn ihm die Zukunft nur zum Teil recht geben sollte, letztendlich waren es oft Kritiker wie er, die der Wahrheit in der Wissenschaft zum Durchbruch verholfen haben.

von Olaf Böttcher

Sowohl im astronomisch Großen als auch im mikroskopisch Kleinen ist wahrscheinlich vielen professionellen Wissenschaftlern nicht klar, wo die Grenze zwischen experimentell bestätigten und lediglich sinnvollen oder auch bisher nicht besser erklärten Dimensionen und Vorgängen des derzeit gültigen Weltbildes liegt. Forscher in ihrem jeweiligen Spezialgebiet kennen diese natürlich, aber schon benachbarte Sektionen nutzen gern für einen Spezialfall plausible, oft unübersichtliche Erklärungsversuche als ausreichend bewiesenes Fundament. Nur so kann man sich vorstellen, dass theoretisch nicht erklärte Effekte dem Außenstehenden als ursächlich gelöst dargestellt werden. Auf diese Art hat sich innerhalb der allgemein anerkannten wissenschaftlichen Gemeinschaft ein physikalisches Weltbild etabliert, das trotz stichhaltiger Argumente nur mit geringer Erfolgsaussicht erschüttert werden kann. Das liegt vor allem auch daran, dass eben diese Gemeinschaft gleichzeitig mit diesem Weltbild unverständliche Normen für physikalisches Vorgehen festgelegt hat.
Dr. Alexander Unzicker belegt diese Tatsachen sehr anschaulich mit einer Vielzahl an Beispielen in seinem faszinierenden Buch mit dem provokanten Titel. Durch seine beachtenswerte Sachkenntnis und die sinnvolle Gliederung wird das Buch auf jeder Seite spannender. Der an Physik interessierte Leser wird es verschlingen.
Zwischen den Zeilen kommt allerdings auch klar hervor, dass neue Ideen, die nicht aus den Reihen der bezahlten Physiker kommen wohl kaum eine Chance haben, jemals angehört zu werden. Das Buch zeigt auch, dass sowohl die Art der Organisation der physikalischen Institutionen als auch die Auswahl der Forschungsgelder die Physik in eine Sackgasse geführt haben, aus der sie nur sehr schwer herausfinden wird.
Das Buch ist jedem Freund der Technik auch ohne spezielle Physikkenntnisse zu empfehlen.
Dr. Unzicker gehört zu der kleinen Gruppe von kritikfreudigen Physikern, denen es auch noch eindrucksvoll gelungen ist, sich in breiter Öffentlichkeit Gehör zu verschaffen.

Olaf Böttcher

von Dr. ALexander Krebs

Wo sich „Gottesteilchen“ und „Urknall“ in der Schöpfungsgeschichte (copyright CERN) treffen, wird dem Leser die abenteuerlichste Form der heutigen Physik anschaulich vermittelt.

Unzickers Arbeit konzentriert sich vor allem auf die Elementarteilchenphysik und die Kosmologie, deren abenteuerliche Entwicklungen Unzicker mit großem Fleiß und Sachverstand recherchiert hat.

Wer zu wissen glaubt, dass er die ersten Tausendstel Sekunden eines (fiktiven) Urknalls physikalisch beschreiben kann, der hat kein physikalisches Problem mehr. Dafür hat er jetzt ein psychiatrisches Problem.
CERN, die größte Maschine der Welt und die größte Organisation zum Einseifen von ahnungslosen Politikern und Journalisten.
Eine Titanic ohne Tragödie und ein Turm von Babel ohne den Zorn Gottes.

Auch der nicht speziell physikalisch gebildete Laie erfährt die Mechanismen einer Organisation ohne Konkurrenz und ohne Überprüfungen ihrer Veröffentlichungen und Messungen von außen, in die schon zu viel Vertrauen und Geld investiert wurden.
Ein Großkonzern, der niemals untergehen kann, weil er nicht untergehen darf:
Too great to die.
Es ist die alte und doch immer neue Geschichte: Die schiere Faszination der Größe verbietet die Zweifel an der wissenschaftlichen Glaubwürdigkeit eines gewaltigen Apparates.
CERN: Too great to lie.

Alexander Unzicker: Auf dem Holzweg durchs Universum

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