Nutzen von E-Books

Was haben Autoren von E-Books?
Sind E-Books zu teuer?

Für alle Autoren, die eine absatzabhängige Beteiligung an den Bucherlösen vereinbart haben, sind E-Books erst einmal erfreulich, denn in der Regel liegt der Prozentsatz für E-Books höher als beim gedruckten Werk. Soweit, so gut. Jetzt interessiert aber auch, Prozent von was eigentlich? Und schon wird es komplizierter. Die E-Book-Preise im Handel sind wie gedruckte Bücher preisgebunden und liegen etwas 20% unter den Ladenpreisen des gedruckten Buchs. Zusätzlich müssen beim E-Book 19% Mehrwertsteuer abgezogen werden, beim gedruckten Buch nur 7%. Die Handelsrabatte fallen bei E-Books genauso ins Gewicht wie beim gedruckten Buch. Man kann sich vorstellen, dass der E-Book-Verkauf eine Sache der großen Händler ist, die wenig Neigung haben, sich bei E-Books in Rabattfragen kompromissbereit zu zeigen. Der Nettoerlös des Verlags ist beim E-Book daher immer deutlich geringer als beim gedruckten Buch, meist sogar niedriger als der Betrag, der nach Abzug der Druckkosten verbleibt. Eine 1:1-Kannibalisierung der Print-Bücher durch E-Books wäre für Verlage also ein schlechtes Geschäft.

Anders sieht es aus, wenn E-Book-Pakete aus der Hanser eLibrary als Datenbanklösung vertreiben. Dann unterliegen die E-Bookpreise nicht mehr der Buchpreisbindung. Der Verlag kann die Preise entsprechend der deutlich höheren Nutzungs- und einfacheren Zugriffmöglichkeiten gestalten. Hier können die Erlöse je E-Book auch höher als beim gedruckten Buch sein. Bedenkt man allerdings, dass die Bibliotheks-Etats nicht unbedingt wachsen, ist zu befürchten, dass bei steigenden E-Book-Einkäufen die Budgets für Neuanschaffungen von gedruckten Büchern schrumpfen werden.

Hier muss darauf hingeweisen werden, dass ein Angebot wie die Hanser eLibrary für den Verlag natürlich auch nicht ohne Kosten ist. Es mußte ein sehr nennenswerten Betrag investiert werden, um diese Plattform nach Verlagsvorgaben bauen zu lassen. Es wird einige Zeit dauern, bis diese Investitionen auch wieder verdient sein wird.

Nicht zu vernachlässigen sind auch die Kosten, die anfallen, wenn anspruchsvolle Werke mit hohem Anteil an Formeln, Grafik, Tabellen, Marginalien oder Kästen, Fußnoten etc. in eine Form gebracht werden sollen, die sie für Reader und Tablets geeignet macht.

Die meisten Kosten eines Verlages fallen übrigens unabhängig davon an, ob am Ende ein gedrucktes Buch oder ein E-Book entsteht. Ein sachkundiges und engagiertes Lektorat wird immer benötigt, auf sorgfältige Herstellung kann nicht verzichtet werden, auf Marketing, Presse und Vertrieb kommen neue Herausforderungen zu, aber bestimmt nicht weniger Arbeit, und eine peinlich genaue, gut nachvollziehbare Umsatzstatistik zur Honorarabrechnung verliert ebenfalls nicht an Bedeutung.

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